17. Juni findet als Gedenktag mit zahlreichen Veranstaltungen mehr Aufmerksamkeit

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16.06.2017
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Wirkner: SED hat Menschen entmündigt, Freiheit und Recht zerstört

Erfurt – „Es ist erfreulich, dass der 17. Juni als Gedenktag für die Opfer des SED-Unrechts wieder mehr Aufmerksamkeit findet.“ Das hat der Beauftragte der CDU-Fraktion für die Opfer der SED-Diktatur, Herbert Wirkner, heute in Erfurt gesagt. Er bezog sich dabei auf mehrere Veranstaltungen am beginnenden Wochenende, die sich auf Schlüsselereignisse der Diktaturerfahrung in der DDR beziehen. Die CDU-Fraktion hatte 2015/16 mehrere Anläufe unternommen, um den 17. Juni gemeinsam mit dem 8. Mai als Gedenktag im Thüringer Feiertagsgesetz zu verankern. Rot-Rot-Grün hatte sich dagegen zunächst gesträubt. Wirkner forderte die LINKE auf, „sich konsequenter ihrer SED-Vergangenheit zu stellen. Das ist keine Angelegenheit, die einfach an die Staatskanzlei delegiert werden kann, nur um dem Koalitionsvertrag zu genügen“, sagte der Rudolstädter Abgeordnete.

 

Heute und morgen erinnern mehrere Organisationen an Unterdrückung und Verfolgung durch das SED-Regime. Landtag und Landesregierung gedenken in Streufdorf (Landkreis Hildburghausen) der knapp 15 000 Opfer der Zwangsaussiedlungen in den Jahren 1952 und 1961. Im Rahmen des Tags der offenen Tür des Thüringer Landtags befassen sich die fünf Landtagsfraktionen in einer Podiumsdiskussion mit der Aufarbeitung der SED-Diktatur in Thüringen. Der Thüringer Landesbeauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur präsentiert vier Filme zu verschiedenen Facetten der Unterdrückung. Die Point-Alpha-Stiftung zeichnet den 1976 ausgebürgerten Dissidenten und Liedermacher Wolf Biermann aus und die Arbeitsgruppe „Tod von Matthias Domaschk“ präsentiert die Ergebnisse ihrer Untersuchungen.

 

Laut Wirkner „beziehen sich die Veranstaltungen auf Ereignisse, die beispielhaft für politische Verfolgung und Unterdrückung durch die SED sind. Der Blick auf die Jahre 1952, 1953, 1961, 1976 oder 1981 zeigt, dass die sozialistische Staatspartei sich auf erschreckende Weise treu geblieben ist.“ Die Botschaft des 17. Juni formuliert der Abgeordnete so: „Hat sich eine Diktatur erst einmal etabliert, werden die Menschen entmündigt. Freiheit und Recht bleiben auf der Strecke. Und es gehören sehr viel Mut, Opferbereitschaft und günstige politische Umstände dazu, um diese Plage wieder loszuwerden. Deshalb müssen alle Demokraten jedem Angriff auf Buchstaben und Geist der freiheitlichen demokratischen Grundordnung entschieden entgegentreten.“

 

 

Dr. Karl-Eckhard Hahn

Pressesprecher

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