Testfahrt des ICE-Sprinter auf der Neubaustrecke Erfurt-Bamberg

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Malsch: Meilenstein für Thüringen und Beginn einer neuen Ära des Bahnreisens

Malsch sieht in dem Projekt den Beweis, dass sich ein langer Atem bei derart gewaltigen Investitionen in die Infrastruktur politisch auszahlt: „Es ist auch ein Verdienst unseres Alt-Ministerpräsidenten Dr. Bernhard Vogel, dass wir heute eine Trassenführung haben, die Erfurt zu einem Eisenbahnknoten von überregionaler Bedeutung macht und von der gleichermaßen viele Thüringer Regionen profitieren können.“ Malsch erinnerte an die Widerstände, insbesondere der Grünen und der LINKEN: Wiederholt seien die Führung der Gesamtverbindung des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 über Erfurt, insbesondere der südliche Abschnitt (VDE 8.1) durch den Thüringer Wald, in Frage gestellt worden. Die LINKE hatte noch 2010 einen Baustopp verlangt.

Malsch freute sich, dass der derzeitige Ministerpräsident die Leistung seiner Vorgänger anerkennt. Jetzt sei die Landesregierung am Zug, „keine Region abzuhängen. Wir erwarten von Ramelow, dass er dafür sorgt, auch den ländlichen Raum vom ICE-Knoten Erfurt profitieren zu lassen.“ Dazu müssten die Nahverkehrsangebote und der Fernverkehr koordiniert werden und Erfurt muss aus den Regionen erreichbar sein. „Hier kann Rot-Rot-Grün beweisen, ob an die weitsichtige Verkehrspolitik unter CDU-geführten Landesregierungen angeknüpft werden kann.“ Als Beispiele nannte Malsch die Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung sowie die Anbindung Jenas und des Ostthüringer Raumes. Heute jedenfalls zeige sich: „Thüringen erntet die Früchte von mehr als zwei Jahrzehnten konsequenter Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik.“

 

Hintergrund:

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 ist das größte Schienenverkehrsprojekt der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit. Es umfasst den Neu- und Ausbau von Eisenbahnstrecken bzw. Streckenabschnitten mit einer Gesamtlänge von 515 km zwischen Nürnberg, Erfurt, Halle (Saale), Leipzig und Berlin. Das Vorhaben ist Teil der Bundesverkehrswegepläne von 1992 und 2003.

1999 verkündete Bundesverkehrsminister Franz Müntefering (SPD) einen weitgehenden Baustopp für die „Trasse in Sachsen“ – womit der Sauerländer neben ökonomischem Spürsinn auch mangelnde Ortskenntnis dokumentierte.

2002 wurde der Baustopp wiederaufgehoben, 2006 stand der endgültige Finanzierungsplan.

Am 10. Dezember 2017 wird der Freistaat Thüringen mit der Inbetriebnahme der VDE 8.1 zwischen Ebensfeld und Erfurt endgültig zur „Schnellen Mitte Deutschlands“ und der ICE-Knoten Thüringen vollständig in Betrieb sein.  


Felix Voigt

Stellv. Pressesprecher

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