CDU-Fraktion fordert Erhalt des Erfurter Generatorenwerks unter der Flagge von Siemens

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01.11.2017
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Walsmann: „Verkauf bedeutet Untergang des Produktionsstandorts“

Erfurt – „Wir fordern den Erhalt des Produktionsstandortes unter der Flagge von Siemens.“ Das hat die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Walsmann in der heutigen Aktuellen Stunde zur Situation im Erfurter Generatorenwerk gesagt. Die Zerschlagung und der Verkauf des hiesigen Siemens-Werks an einen anderen Investor bedeute „den Untergang dieses Produktionsstandortes“, warnte Walsmann. Mit mehr als 700 Industrie-Arbeitsplätzen und noch einmal so vielen bei 49 Zulieferern sei das Werk ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nicht nur, aber ganz besonders für die Verwaltungs- und Dienstleistungsstadt Erfurt. Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Siemens bis zu 11 der weltweit 23 Standorte seiner Kraftwerkssparte „Power & Gas“ verkaufen oder schließen will, darunter Erfurt mit dem Generatorenwerk und das Turbinenwerk Görlitz. „Wir müssen aufpassen, dass die Standorte von Siemens in Sachsen und Thüringen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, so die CDU-Politikerin.

„Die Konzernleitung hat dem Betrieb gerade erst attestiert, sich zukunftsfähig entwickeln zu können. Das Werk arbeitet marktwirtschaftlich und hat laut Betriebsrat volle Auftragsbücher“, brachte Walsmann ihr Unverständnis über den geplanten Verkauf zum Ausdruck. „Es ist einfach indiskutabel, wenn die Beschäftigten eher zufällig aus dem ‚Manager Magazin‘ erfahren, dass in der Kraftwerkssparte sowie in der Sparte Prozessindustrie und Antriebe Tausende Arbeitsplätze in Gefahr sind“, so die Erfurter Abgeordnete. Laut Walsmann ist es „bezeichnend, dass bis heute das Management der Arbeitsnehmervertretung keinerlei Informationen gegeben hat, wie es am Standort weitergehen soll. Von einem transparenten Entscheidungsprozess kann hier keine Rede sein.“ 

Walsmann verwies noch einmal auf den Brief des Thüringer CDU-Fraktionschefs Mike Mohring und des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislav Tillich an Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beide fordern den Konzern auf, neben betriebswirtschaftlichen Ergebnissen auch gesellschaftliche Auswirkungen in den Blick zu nehmen. Die beiden CDU-Politiker betonen die Verantwortung des Siemens-Konzerns für die Mitarbeiter und die Regionen, in denen das Unternehmen oft ein besonders wichtiger Arbeitgeber ist. „Gerade in Erfurt ist es deutlich zu spüren, dass die guten Arbeitsbedingungen, die Siemens jungen, gut ausgebildeten Beschäftigten in Aussicht stellt, der Stadt gut getan haben. Die Stadt wächst. Ein Stellenabbau bringt diese positive Entwicklung ins Wanken“, so Walsmanns Mahnung.

Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher

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