CDU-Fraktion zu den Arbeitsmarktdaten für Januar 2016

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CDU-Fraktion zu den Arbeitsmarktdaten für Januar 2016

Holzapfel: Keine künstliche Konkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt aufbauen

Erfurt - "Nicht die Arbeitslosigkeit, sondern der Arbeitskräftemangel wird das größte Problem der Zukunft. Deshalb müssen alle Anstrengungen darauf gerichtet sein, Arbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln." Das hat die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Elke Holzapfel, zu den am Dienstag veröffentlichten Arbeitsmarktzahlen für Januar 2016 gesagt. Holzapfel verwies dazu auf die im Vorjahresvergleich nochmals gesunkene Unterbeschäftigung. "Der Wert zeigt, dass das Arbeitskräftepotential deutlich zurückgeht. Dazu passt kein öffentlicher Beschäftigungssektor", erklärte Holzapfel.

Während die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8.900 auf 89.700 sank, reduzierte sich die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung im Vergleich zum Januar 2015 um 11.800 auf 111.400. Die Arbeitslosenquote, die mit 7,8 Prozent 0,7 Punkte unter dem Vorjahresniveau liegt, und der kräftige Anstieg bei der Zahl der Stellenmeldungen sprechen aus Sicht von Holzapfel eine eindeutige Sprache: "Wir müssen diesen positiven Trend befördern und dürfen keine künstliche Konkurrenz zur Wirtschaft aufbauen. Dabei muss das Grundprinzip des Sozialgesetzbuches ,Fördern und Fordern\' klare Priorität haben", so die CDU-Arbeitsmarktpolitikerin.
 
Auf die Ankündigung der Agentur für Arbeit, wonach sich die Flüchtlingskrise erst im 2. Quartal spürbar auswirken werde, reagierte Holzapfel mit der Forderung nach einem Konzept zur zügigen Integration anerkannter Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Projekte wie der Bildungscampus in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Mühlhäuser Görmar-Kaserne müssten endlich beschleunigt werden, so Holzapfel. "Wir dürfen uns aber auch nicht der Illusion hingeben, mit solchen Maßnahmen ließe sich das Problem lösen. Fakt bleibt: Die große Mehrzahl der Flüchtlinge wird sich aufgrund fehlender Voraussetzungen nur unter größten Anstrengungen in Arbeit und Ausbildung vermitteln lassen", erklärte die CDU-Abgeordnete abschließend.
 
Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher

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