Landesregierung will nur noch Schulleiter und Stellvertreter befördern

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Tischner: Herber Schlag für die Attraktivität des Lehrerberufs in Thüringen

Erfurt – „Das ist ein herber Schlag für die Attraktivität des Lehrerberufs in Thüringen.“ Mit diesen Worten hat der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, die Pläne der Landesregierung kritisiert, künftig ausschließlich die Inhaber der wenigen Funktionsstellen an den Schulen zu befördern. „Wenn das die erhofften Innovationen und Verbesserungen sind, die der neue Bildungsminister Eltern, Schülern und Lehrern versprochen hat, dann gute Nacht. Jungen Lehrerinnen und Lehrern wird damit jeglicher Anreiz genommen, zusätzliche Aufgaben zu übernehmen. Dieses Engagement ist jedoch essenziell für das Funktionieren des Schulalltags“, erklärte Tischner. Die CDU-Fraktion hatte dieses Thema bereits im August 2017 auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses gesetzt und die Absichten der Landesregierung bei der Novellierung des Besoldungsgesetzes hinterfragt.   

„Während die Länder um uns herum alles tun, um den Lehrerberuf attraktiver zu machen, tritt die Landesregierung das Engagement zahlreicher junger Kolleginnen und Kollegen mit Füßen. Dies läuft einem leistungsorientierten Bildungssystem zuwider“, warnte der CDU-Bildungspolitiker. Im Gegensatz zu den derzeitigen Überlegungen der Landesregierung brauche es mehr Funktionsstellen an den Schulen. Die CDU-Fraktion hatte dies bereits im Januar 2017 mit einem Beschluss eingefordert. Darin spricht sich die CDU-Fraktion für ein Beförderungssystem im Thüringer Schuldienst aus, das die Übernahme von zusätzlichen Aufgaben belohnt und Aufstiegsbeförderungen ermöglicht. Zusätzliche Funktionsstellen braucht es aus Sicht der Union beispielsweise bei der Übernahme einer Tätigkeit als Ausbildungsverantwortlicher, Koordinator für den außerschulischen Bereich, Mittelstufenkoordinator, Beratungslehrer, Fachleiter oder Fachberater.  


Kristina Scherer

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit 

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CDU lehnt flächendeckenden Ausbau von Gemeinschaftsschulen ab

Erfurt – Die CDU-Fraktion lehnt den Ausbau der Gemeinschaftsschulen zu einem flächendeckenden Angebot ab und steht der Einführung eines gesonderten Gemeinschaftsschullehramtes kritisch gegenüber. Das erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christian Tischner, heute in Erfurt. Er bezog damit Stellung in einer Debatte, die sich aus einer kürzlich vorgestellten Studie der TU Dresden zur wissenschaftlichen Begleitung der Thüringer Gemeinschaftsschule entwickelt hat. „Gemeinschaftsschulen sind personell und finanziell genauso gut auszustatten, wie Regelschulen und Gymnasien, aber auch nicht besser. Die zugesicherte Gleichberechtigung der Thüringer Schulformen muss für alle gelten.“

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