Windstromleitung SuedLink entlang der Autobahn 7 verlegen

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13.11.2016

Windstromleitung SuedLink entlang der Autobahn 7 verlegen

Energiepolitiker Gruhner: Bündelungsgrundsatz muss angewandt werden

Erfurt – Die Bundesnetzagentur und der Netzbetreiber TenneT sollten die Windstromleitung SuedLink entlang der Autobahn 7 in Hessen führen. Diesen Vorschlag hat der energiepolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Gruhner, heute in Erfurt unterbreitet. „Auch für diese Leitung muss das Gebot der Bündelung mit anderer Infrastruktur gelten, um Eingriffe in Natur und Landschaft zu begrenzen“, sagte Gruhner. Nach derzeitigem Planungsstand würde die Leitung zum großen Teil durch Westthüringen verlaufen. Versuche, das durch die Ausweisung des sogenannten Grünen Bandes entlang der früheren innerdeutschen Grenze als Naturmonument zu verhindern, bezeichnete der Abgeordnete als „Augenwischerei“. Auch im Nationalpark Wattenmeer seien Erdkabel verlegt worden.

Laut Gruhner gilt der Grundsatz der Bündelung bereits für die Gleichstrompassage Süd-Ost in Ostthüringen und die Thüringer Strombrücke über den Thüringer Wald. „Es ist nur folgerichtig, dies dann auch für den SuedLink einzufordern“, so der Energiepolitiker. Nach seinen Worten steht die CDU grundsätzlich zum Netzausbau als Grundvoraussetzung der Energiewende. Es könne jedoch nicht sein, „dass Thüringen der Lastesel des deutschen Netzausbaus wird. Wir leisten bereits mit der Thüringer Strombrücke einen wichtigen Beitrag. Wir stehen auch zur erdverkabelten Gleichstromtrasse in Ostthüringen. Doch mit weiteren Lasten muss Schluss sein“, sagte Gruhner.

 

Er forderte Thüringens Linksregierung auf sich entschieden gegen den SuedLink als dann dritte Höchstspannungsleitung durch den Freistaat zu wehren. Nach seiner Überzeugung „setzt Umweltministerin Anja Siegesmund auf das falsche Pferd, wenn sie die Leitung durch die Ausweisung des Grünen Bandes als Naturmonument verhindern will. Damit schürt sie falsche Hoffnungen“. Diese Strategie habe auch an der Nordseeküste nicht verfangen. „Leider zeigt sich auch an diesem Beispiel, dass Thüringens rot-rot-grüne Regierung in Berlin isoliert ist“, so der Abgeordnete.

 

 

Dr. Karl-Eckhard Hahn

Pressesprecher