CDU-Fraktion fordert finanzielle Mittel für ThüringenForst

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Primas: Lage in Thüringens Wäldern so dramatisch wie seit 1947 nicht mehr

Erfurt – „Die Lage im Thüringer Forst ist so dramatisch wie seit 1947 nicht mehr. Die Forstministerin darf darüber nicht länger nur reden, sondern muss endlich handeln.“ Das hat der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Egon Primas, am Rande einer Exkursion des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten in Waldgebiete rund um Wasungen und Schleiz erklärt. Primas appellierte an die Koalitionsfraktionen, einem Plenarantrag der CDU zuzustimmen, der die Landesregierung auf konkrete Maßnahmen verpflichten will. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, die finanzielle und personelle Ausstattung von ThüringenForst zu verbessern und unverzüglich ein Investitionsprogramm zur kurzfristigen Schadensbeseitigung für alle Waldbesitzarten aufzulegen. „Von der Beräumung der Flächen und der Vorbereitung des Bodens über die Beschaffung von Pflanz- und Saatgut bis hin zur Pflanzung und Kulturpflege: In den Thüringer Wälder muss etwas passieren, und zwar jetzt“, machte Primas deutlich.

Hintergrund des CDU-Antrags und gleichzeitig auch der Exkursion des Forstausschusses sind die Folgen der langanhaltenden Trockenheit des Hitzesommers 2018 und des Sturms „Friederike“. Sie haben den Thüringer Wäldern massiv zugesetzt. „Ein Großteil der Anpflanzungen und Kulturen ist vertrocknet und durch Schädlinge befallen. Die Ausbreitung des Borkenkäfers ist so hoch wie zuletzt vor mehr als 70 Jahren“, sagte Primas am ersten Tag der Exkursion nach Wasungen. „Daneben ist es jedoch notwendig, unsere Wälder langfristig auf den Klimawandel einzustellen. Das geht nur über einen konsequenten Waldumbau hin zu stabilen und anpassungsfähigen Mischwäldern“, warb der CDU-Fraktionsvize für den Plenarantrag seiner Fraktion. Von zentraler Bedeutung sei außerdem, dass ThüringenForst personell dazu in die Lage versetzt wird, private und kommunale Waldbesitzer insbesondere bei Fördermittelverfahren zu beraten sowie bei der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zu betreuen und zu unterstützen. „Mit den massiven finanziellen Kürzungen bei ThüringenForst hat die Landesregierung einen riesigen Fehler begangen. Rot-Rot-Grün muss diese Kürzungen rückgängig machen und eine Soforthilfe auf den Weg bringen, sonst sind die langfristigen Schäden für Thüringens Wälder unabsehbar“, so Primas abschließend.

Felix Voigt

Stellv. Pressesprecher