CDU-Fraktion fordert Auffanglösung für unverschuldet in Not geratene Apotheken

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Zippel: „Pleiten würden auch Standorte auf dem Land treffen“

Erfurt – Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christoph Zippel, fordert eine Auffanglösung für unverschuldet in finanzielle Not geratene Apotheken. „Infolge der Pleite des Abrechnungsdienstleisters AvP könnten auch in Thüringen viele Apotheken in Existenznot geraten“, befürchtet Zippel. Mittels einer mündlichen Anfrage an die Landesregierung fordert der CDU-Abgeordnete Auskunft darüber, in welchem Maße Thüringer Apotheken von der AvP-Insolvenz betroffen sind. Ebenfalls fragt er nach möglichen regionalen Betroffenheiten, die in der Summe die Versorgung in einzelnen Gebieten gefährden könnten.  

Hier müssten Land und Bund etwa in Form von Überbrückungsfinanzierungen helfen. Anderenfalls drohe ein Apothekensterben, dass vor allem auf dem Land die Unterversorgung verstärken könnte. „Gerade setzen sich alle Fraktionen auf Landesebene ein, Thüringen für den Pharmazeutikernachwuchs attraktiver zu machen. Zur Sicherung der Versorgung durch Apotheken gehört aber auch, die bestehenden Standorte nicht im Regen stehen zu lassen, wenn sie unverschuldet in Not geraten“, so Zippel weiter.   

Hintergrund des Alarmrufs ist die Pleite des Apotheken-Abrechners AvP. Jede sechste Apotheke in Deutschland und damit auch in Thüringen gehört zu den Kunden der AvP, für die Mitte des Monats Insolvenz angemeldet wurde. Das Unternehmen wickelte die Zahlungen der Kassen und Apotheken ab. Einer Schätzung zufolge schuldet der Abrechner ihnen im Durchschnitt 120.000 Euro. In Einzelfällen sollen Apotheker sogar auf mehr als eine Million Euro Umsatz warten. 

 

Matthias Thüsing

Stellv. Pressesprecher