CDU-Fraktion fordert vom Automobilgipfel Hilfen vor allem für Zulieferer

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08.09.2020
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Henkel: „Die Branche braucht die Unterstützung im technologischen Wandel“

Erfurt – Vor dem heutigen Autogipfel im Kanzleramt fordert der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Martin Henkel, die Hilfen des Bundes müssten vor allem der mittelständischen Zulieferindustrie zugutekommen. „Hier wackeln allein in Thüringen bis zu 30.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze in Unternehmen, die ohne Hilfen von außen vor sehr einschneidenden Sparmaßnahmen auch zulasten der Belegschaften gehen“, so Henkel. Die Autoindustrie sei im Branchenvergleich durch die Corona-Pandemie hart getroffen worden.

Gerade in Thüringen braucht es Maßnahmen der klugen Förderung von Forschung und Entwicklung sowie der Deregulierung, die den zahlreichen Zuliefererbetrieben die Möglichkeit geben, sich voll und ganz auf die Transformation zu konzentrieren. Das Korsett der Regulierung muss gelockert werden, um den Unternehmen mehr Luft zum Atmen zu geben. „Der heutige Automobilgipfel muss folgende Signale an die Branche senden: Sicherheit, und die Unterstützung der Unternehmen im Wandel. Jede Maßnahme muss unter der Prämisse der Technologieoffenheit erfolgen“, sagte Henkel. Er warnte zugleich davor, die Hilfen einseitig, auf Sparten wie Elektromobilität und Digitalisierung im Automobilbau, auszurichten. „Hier geht es nicht um die Industriepolitik des Bundes, sondern um Unterstützung für unverschuldet in Not geratene Unternehmen“, so Henkel weiter.

Mit Blick auf die Möglichkeiten der Landesregierung forderte Henkel eine stärkere Ausrichtung des zuständigen Sozialministeriums auf die Belange der Automobilindustrie. „Neue Förderprogramme für Lastenfahrräder retten keine Industriearbeitsplätze“, so Henkel. Sinnvoller wären Initiativen, die den Strukturwandel in der Branche und in den Betrieben unterstützen. Komponenten des Motorenbaus werden mittelfristig weniger nachgefragt werden. Hier müssen wir unseren heimischen Betrieben helfen, sich neue Geschäftsfelder zu erschließen“, so Henkel. Das müsse vordringliche Aufgabe der Thüringer Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik sein.

Matthias Thüsing

Stellv. Pressesprecher

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