Im Freistaat bleiben viele Sirenen stumm

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09.09.2020
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Urbach: „Thüringer Gemeinden sind auf Warntag technisch kaum vorbereitet“

Erfurt - Der CDU-Landtagsabgeordnete Jonas Urbach hält viele Thüringer Gemeinden für schlecht vorbereitet auf den ersten bundesweiten Warntag. „Während der vergangenen Jahre wurde nicht mehr in die technische Ausrüstung der Sirenen im Freistaat investiert. Nun sind viele der Anlagen nicht mehr in der Lage, den geforderten einminütigen Alarmton für den Katastrophenfall zu halten.“ Beispielsweise könne sich in seiner Heimatregion, dem Unstrut-Hainich-Kreis, derzeit keine einzige Anlage an dem Warntag beteiligen. „Zwar wird die Bevölkerung auch per WhatsApp, TV oder Radio über Katastrophen informiert“, so Urbach weiter, „doch sind es beispielsweise nachts die Sirenen, die die Besitzer der technischen Geräte erst darauf aufmerksam machen, dass solche Informationen überhaupt verbreitet werden.“ Insofern sei ein funktionierendes, flächendeckendes Sirenen-Warnsystem ein wichtiger Baustein für die Meldewege im Katastrophenfall.  

Bundesweit wird am Donnerstag um 11 Uhr der Katastrophenfall geprobt. Funk und Fernsehen unterbrechen ihr Programm, Werbebanner im Internet schalten auf Alarm, diverse Warnapps lassen sämtliche mobilen Endgeräte piepsen. Auch die Feuerwehrsirenen sollen flächendeckend aufheulen. Urbach hat in einem ersten Schritt Zahlen vom Thüringer Innenministerium abgefordert, wie viele Sirenenanlagen überhaut einsatzfähig im Sinne dieses Warntages sind. Mit einer Antwort auf die kleine Anfrage ist spätestens in acht Wochen zu rechnen.   


Matthias Thüsing

Stellv. Pressesprecher