CDU-Fraktion mit Forderungen zum 7. Thüringer Krankenhausforum

Zum Inhalt scrollen

Zippel: „Ländlichen Raum nicht von medizinischer Versorgung abkoppeln“

Erfurt – „Der Thüringer Landeskrankenhausplan ist überfällig. Gerade die Krankenhäuser im ländlichen Raum brauchen endlich Klarheit. Dazu muss die Ministerin aber nun mal Farbe bekennen.“ Mit diesem Appell hat sich der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Christoph Zippel, anlässlich des 7. Thüringer Krankenhausforums an Gesundheitsministerin Heike Werner gewandt. „Wie in vielen anderen Politikfeldern gerät auch hier die Verpflichtung der Landesregierung, für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Teilen Thüringens zu sorgen, zunehmend aus dem Blick“, verwies Zippel auf die schwierige finanzielle Situation zahlreicher Krankhäuser in den ländlich geprägten Teilen Thüringens.

Verschärfend komme hinzu, dass der Krankenhauszukunftsfonds des Bundes derzeit aus Thüringer Sicht völlig brachliege. „Leider hat es aus Thüringen noch kein einziger Antrag bis zum Bund geschafft. Das ist ein riesiges Problem für die Thüringer Kliniken. Auch viele Monate, nachdem die allermeisten Thüringer Kliniken ihre Anträge in Frau Werners Ministerium abgegeben haben, gibt es noch keine Bewilligungsbescheide“, kritisierte Zippel. „Den Thüringer Kliniken läuft die Zeit weg. Schließlich ist bis 2024 alles umzusetzen, sonst drohen Abschläge beim Krankenhausbudget“, machte der CDU-Politiker deutlich.

„Der demographische Wandel und die sinkenden Bevölkerungszahlen machen die Gesundheitsversorgung gerade im ländlichen Thüringen zu einer Herausforderung. Unsere Angebote, mit dieser Situation umzugehen, liegen auf dem Tisch“, verwies Zippel auf die von seiner Fraktion eingebrachten Lösungsvorschläge für eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in Thüringen. Diese werden in dem Plenarantrag „Garantiert gut versorgt“ (Drucksache 7/2041) zusammengefasst und gehen über die dringend erforderliche Weiterentwicklung des Landeskrankenhausplans weit hinaus. „Entscheidend ist, dass wir auf die vorhandenen Stärken des Gesundheitssystems aufbauen und diese weiter fördern. Ein Krankenhaus muss für jeden Thüringer gut erreichbar sein, egal ob er auf dem Land lebt, oder in der Stadt.“


Felix Voigt

Pressesprecher