Der migrationspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Marcus Malsch, kritisiert den Umgang des Thüringer Migrationsministers Dirk Adams (Grüne) mit den Menschen in griechischen Aufnahmelagern als zutiefst zynisch.

„Herr Adams propagiert die Aufnahme von 500 Migranten, vor allem um seiner Wähler-Klientel in Thüringen das gute Gefühl zu vermitteln, das Richtige zu tun“, so Malsch. Es brauche aber keinen Thüringer Alleingang der rot-rot-grünen Minderheitsregierung. Ohne Zustimmung und Einvernehmen des Bundesinnenministeriums befinde sich die linke Regierung auf dem Holzweg. „Thüringens Minderheitsregierung will Aufenthaltserlaubnisse verteilen, ohne Asylverfahren durchzuführen.

Einen solchen 31-Millionen-Euro-Freifahrtschein verbieten die Verabredungen zwischen Bund und Ländern“, sagte Malsch. Er erinnerte daran, dass der Koalitionsausschuss im Bund die Übernahme von bis zu 1.500 Kindern im Rahmen einer europäischen Aktion bereits beschlossen hat. „Es geht um schwer erkrankte, behandlungsbedürftige Kinder oder solche, die jünger als 14 Jahre und unbegleitet unterwegs sind. Eine Erweiterung des Personenkreises tragen wir nicht mit. Uns geht es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen, nicht um einen Aufnahmewettbewerb von so vielen Migranten wie möglich“, stellte Malsch klar.