Leere Wachen, kranke Kollegen – In den großen Städten fehlen 150 Polizisten

Zum Inhalt scrollen

Die Polizei in Thüringen leidet unter chronischem Personalmangel. Rot-Rot-Grün hat während der vergangenen sechs Jahre im Vollzugsdienst massiv Stellen unbesetzt gelassen“, kritisiert der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Raymond Walk. „Weniger Vollzugsbeamte be-deuten weniger Streifenwagen in Landkreisen und kreisfreien Städten, weniger Personal auf den Wachen und eine ausgedünnte Besetzung vor allem nachts und an Wochenenden“, sagt Walk. „Allein in den sechs kreisfreien Städten in Thüringen blieben zum Ende der vergangenen Legislaturperiode 150 Dienstposten unbesetzt“, so Walk weiter.

Wie viele Polizisten in Kreisen und Städten für Sicherheit und Ordnung sorgen sollen, ist im so genannten Organisations- und Dienstpostenplan festgeschrieben. „Für alle kreisfreien Städte zusammengenommen sind 1619 Beamte vorgesehen. Tatsächlich waren hier Ende 2018 nur 1469 im Einsatz“, kritisiert der CDU-Innenexperte. Etwas besser sieht es auf dem Land aus. In Nordhausen etwa blieben von den 224 Dienstposten nur 21 unbesetzt. Dennoch: „Die Arbeit der erkrankten Kollegen muss von den gesunden Beamten mit übernommen werden“, so Walk.

Diese Arbeitsverdichtung führe zu Stress und psychischen Krankheiten. So fallen immer mehr Beamte aus, deren Arbeit die dann weiter geschrumpfte Restbesatzung erledigen muss. „Das ist ein Teufelskreis, der zu ernsten Problemen in der Inneren Sicherheit Thüringens und damit auch in unserer Region führen kann“, warnt Walk. Seit 2014 habe Rot-Rot-Grün thüringenweit mehr als 500 Stellen abgebaut. Statt neue Polizisten einzustellen, wolle man jetzt ein Gutachten zum Rassismus in der Polizei. „Es muss aufhören, dass Politiker von Rot-Rot-Grün die Polizei permanent schlecht machen.“, so Walk.