Multifunktionsarena: Sportpolitischer Sprecher unterstützt Vorschlag Mohrings

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Multifunktionsarena: Sportpolitischer Sprecher unterstützt Vorschlag Mohrings

Manfred Grob: Förderkonstruktion jetzt vom Kopf auf die Füße stellen

Erfurt – Der Finanzierungsvorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring für die Multifunktionsarena Erfurt eröffnet Spielräume für die Nutzung des Stadions und befreit die Landeshauptstadt von den wiederkehrenden Debatten Geld für den Fußballclub Rot-Weiß-Erfurt nachschießen zu müssen. Davon ist der sportpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Manfred Grob, überzeugt. Der Schlüssel sei, aus den mit der Förderkonstruktion verbundenen Auflagen herauszukommen. „Im Augenblick haben wir eine Arena, die sich der Fußballclub nicht leisten kann, für den sie letztlich gebaut wurde. Wir haben eine Betreibergesellschaft, die sagt: Ob im Fußballstadion Fußball gespielt wird, ist für uns nicht ausschlaggebend. Und wir haben Erfurt als Eigentümer, der immer wieder zuschießen soll. Wir sollten die aktuelle Finanzlage nutzen, diese irre Konstruktion jetzt vom Kopf auf die Füße zu stellen“, sagte Grob.

Die seitherige Entwicklung gibt uns Recht: Stadt, Betreibergesellschaft und Fußballclub können in der Konstruktion nicht übereinkommen, ohne dass der Steuerzahler beständig nachschießt.

Manfred Grob sportpolitischer Sprecher

Der Sportpolitiker erinnerte daran, dass die CDU-Fraktion von Anfang an dagegen war, die Erfurter Arena aus Bundesmitteln für die Tourismusförderung zu finanzieren. Im Wahlkampfprogramm habe die CDU Thüringen sich in diesem Sinne für ein Sonderprogramm zur Sportstättenförderung unter dem Titel „Goldener Plan Thüringen“ ausgesprochen. „Die seitherige Entwicklung gibt uns Recht: Stadt, Betreibergesellschaft und Fußballclub können in der Konstruktion nicht übereinkommen, ohne dass der Steuerzahler beständig nachschießt. Die Leidtragenden sind überdies andere Vereine und die Kultur in Erfurt. Rot-Rot-Grün handelt nach Ansicht Grobs verantwortungslos, wenn es in dieser Situation „nur sagt, was nicht geht, statt an einer konstruktiven Lösung für die verfahrene Lage mitzuarbeiten“.

Das Land, die Stadt und die Erfurter Stadtwerke müssen nach den Worten des Sportpolitikers ein gemeinsames Interesse daran haben, „die wirtschaftlichen und finanziellen Risiken dieser Konstruktion zu minimieren und Fußball im Fußballstadion zu ermöglichen“. Der Vorschlag Mohrings habe den Charme, das ganze Konstrukt konsequent zu vereinfachen und zu verlässlichen und langfristig wirtschaftlichen Strukturen zu kommen. Der Unionspolitiker denkt dabei über den Erfurter Fall hinaus. „Der Freistaat finanziert an vielen Orten in unterschiedlichen Konstruktionen mit. Es wäre eine Möglichkeit, dieses Engagement beim Land in einer Hand zu bündeln und damit die aufgewandten Mittel auch wirksamer, mit weniger Auflagen und organisatorischen Haken und Ösen einzusetzen. Das Geld wäre mit Sicherheit gut angelegt und könnte am langen Ende Kosten minimieren“, so Grob abschließend.

Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher

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