CDU-Fraktion fordert Konzept zur Erinnerung an Mauerfall und Einheit

Zum Inhalt scrollen
13.04.2018
Erfahren Sie mehr über Herbert Wirkner

Wirkner: Thüringen muss Jubiläum angemessen würdigen

Erfurt – „2019 und 2020 sollten zur Erinnerung an die Friedliche Revolution in der DDR genutzt werden. Wir sehen Thüringen in der Pflicht, dieses Ereignis angemessen zu würdigen.“ Mit diesen Worten hat der Beauftragte der Landtags-CDU für die Opfer des SED-Regimes, Herbert Wirkner, einen jetzt eingereichten Plenarantrag seiner Fraktion vorgestellt. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, dem Landtag bis zum 30. September 2018 ein Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Friedliche Revolution und den Fall der Berliner Mauer vorzulegen und es zur Diskussion zu stellen. „Teil dieses Konzepts muss sein, zügig und konkret die Gedenkstätten einzubinden. Das trifft die Erinnerungsorte für die Opfer der sowjetischen Besatzungsherrschaft und der SED-Diktatur genauso wie die Grenzgedenkstätten, wo gemeinsame Veranstaltungen und mögliche Investitionen mit Bayern, Hessen und Niedersachsen abgestimmt werden müssen“, erklärte Wirkner.

In den kommenden beiden Jahren ist es 30 Jahre her, dass die DDR-Bürger die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Damit schufen sie die Voraussetzung für eine freiheitlich-demokratische Ordnung, die Wiedergründung Thüringens und die Wiedervereinigung Deutschlands.

Herbert Wirkner Beauftragter der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag für die Opfer des SED-Regimes

„In den kommenden beiden Jahren ist es 30 Jahre her, dass die DDR-Bürger die SED-Diktatur in die Knie zwangen. Damit schufen sie die Voraussetzung für eine freiheitlich-demokratische Ordnung, die Wiedergründung Thüringens und die Wiedervereinigung Deutschlands“, verwies Wirkner auf die Bedeutung des Jubiläums. Ihm ist deshalb wichtig, „die Landesregierung beizeiten zum Handeln aufzufordern. Sie hat den jährlichen Thüringer Festakt zum Tag der Deutschen Einheit abgeschafft, und bisher sind keine Planungen bekannt, dem runden Jubiläum der Friedlichen Revolution und Wiedervereinigung besondere Aufmerksamkeit zu widmen.“ In der Auseinandersetzung mit den Diktaturen des 20. Jahrhunderts könnten Bürgerinnen und Bürger ihr Bewusstsein für die Voraussetzungen und die Zerbrechlichkeit freiheitlich demokratischer Verhältnisse schärfen, so Wirkner weiter. „Die Erinnerung an den Kampf um derartige Verhältnisse ist daher eine beständige staatspolitische Aufgabe.“

Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher

Weitere Themen

Wirkner nimmt Funktion als Sprecher für Opfer des SED-Regimes wieder wahr

Menschlich über Indiskretion aus laufender Überprüfung tief enttäuscht

Lesen