CDU-Fraktion bedauert Aussagen des polnischen Botschafters zum Weimarer Dreieck

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07.04.2016
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CDU-Fraktion bedauert Aussagen des polnischen Botschafters zum Weimarer Dreieck

Walsmann: „Weimarer Dreieck hat sich noch lange nicht erschöpft“


Erfurt - Mit großem Bedauern hat die europapolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag, Marion Walsmann, auf die Ankündigung des polnischen Außenministers reagiert, aus dem Weimarer Dreieck aussteigen zu wollen. „Das Weimarer Dreieck war seit 1991 ein steter Garant für die Ostanbindung Deutschlands und die Westanbindung Polens. Thüringen hat dabei auf regionaler Ebene eine ganz wesentliche Rolle gespielt und muss jetzt alles dafür tun, diese Verbindung aufrecht zu erhalten“, erklärte Walsmann am Mittwochabend in Erfurt. Der Aussage des polnischen Außenministers, wonach das Weimarer Dreieck als Forum für die Zusammenarbeit mit Deutschland und Frankreich „erschöpft“ sei, widersprach Walsmann ausdrücklich. „Gerade wenn es vermehrt Auffassungsunterschiede in politischen Richtungsfragen gibt, sind unterschiedliche Foren für das Gespräch ganz entscheidend“, ist sie überzeugt.

„Ich habe nicht den Eindruck, dass der Bedarf an Austausch und Zusammenarbeit zwischen Ost- und Westeuropa bereits erschöpft ist und dass die Aussagen des Außenministers die Stimmung in der polnischen Bevölkerung widerspiegeln. Und falls doch, müssen wir gegen diese Erschöpfung ankämpfen“, sagte Walsmann. Gleichzeitig erinnerte die Erfurter Abgeordnete an den intensiven Austausch während einer mehrtägigen Visite des CDU-Arbeitskreises Europa vor wenigen Wochen in Breslau. Die CDU-Abgeordneten hatten dort, auch anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Weimarer Dreiecks in diesem Jahr, ein umfangreiches Besuchsprogramm absolviert.
 
Das Weimarer Dreieck geht zurück auf ein Treffen des deutschen Außenministers Hans-Dietrich Genscher mit seinen französischen und polnischen Kollegen Roland Dumas und Krzysztof Skubiszewski in Weimar im Jahre 1991. Ziel dieses Treffens war es, gemeinsame Grundinteressen zwischen Deutschland, Frankreich und Polen über die Zukunft der Entwicklung Europas zu identifizieren und die grenzüberschreitende regionale Zusammenarbeit zu verbessern. Als nächste Veranstaltung im Rahmen des Dreiecks ist am 16. April in Festkonzert des trilateralen Orchesters in Weimar geplant. Das europäische Orchester, bestehend aus  französischen, polnischen und deutschen Jugendlichen, wurde im Jahre 2011, dem Jahr des 20-jährigen Bestehens des Weimarer Dreiecks gegründet.
 
Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher

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