Primas: Nachhaltige Waldbewirtschaftung statt Urwaldideologie

Erfurt – „Wer die nachhaltige Forstwirtschaft rein ideologiegesteuert und fachlich völlig unbegründet einschränken will, stößt zu Recht auf erhebliche Widerstände.“ Mit diesen Worten hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Egon Primas die heutige Diskussion von Umweltstaatssekretär Olaf Möller und Forststaatssekretär Klaus Sühl mit den Akteuren aus der Region um Details der Waldflächenstilllegung am Possen kommentiert. Primas begrüßte, dass sich die Landesregierung nun offenbar endlich bemüßigt fühle, mit kommunalen Aufgabenträgern, den Interessenvertretern, den Bürgerinitiativen und den benachbarten Waldbesitzern zu reden. Schließlich seien zahlreiche Fragen, etwa zum Erhalt der Waldwege, zur künftigen Zugänglichkeit von Attraktionen und Aussichtspunkten oder zur Verkehrssicherung im Bereich der Waldflächen völlig ungeklärt.

Dramatisch sei aber in erster Linie, dass – so Primas wörtlich – „das von und für Anja Siegesmund ersonnene Monument von 1000 Hektar stillzulegender Waldfläche am Possen nicht berücksichtigt, wie viele Arbeitsplätze und wie viel Wertschöpfung im nachgelagerten Bereich der reinen Waldbewirtschaftung dadurch verloren gingen.“ Zwar wolle die Umweltministerin ThüringenFORST entschädigen, alle anderen Faktoren blieben jedoch völlig unberücksichtigt, kritisierte Primas. Zudem müsse „jeder Kubikmeter Holz, den wir hier durch Nutzungseinschränkungen nicht ernten, aus dem Ausland importiert werden“, gab der CDU-Fraktionsvize zu bedenken. „Wir haben in Thüringen genügend Stilllegungsflächen und müssen nicht weitere wertvolle Wirtschaftswälder stilllegen“, so der Unionspolitiker abschließend. 

Felix Voigt
Stellv. Pressesprecher

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