Zippel: Ansprechpartner für Todkranke und deren Angehörige

Erfurt – Die Landesregierung soll die Aufgaben der Transplantationsbeauftragten an Krankenhäusern gesetzlich regeln. Einen entsprechenden Plenarantrag hat heute die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag beschlossen. „Die Beauftragten sind wichtige Ansprechpartner für Todkranke, ihre Angehörigen und die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)“, sagte dazu der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Christoph Zippel. Das Gesetz soll ihnen den nötigen Freiraum in den Krankenhäusern sichern. „Organspenden können Leben retten, die Bereitschaft ist groß, tatsächlich aber geht die Zahl der transplantierten Organe zurück. Auch weil Skandale Vertrauen zerstört haben“, so Zippel.

Organspenden können Leben retten, die Bereitschaft ist groß, tatsächlich aber geht die Zahl der transplantierten Organe zurück. Auch weil Skandale Vertrauen zerstört haben.

Christoph Zippel gesundheitspolitischer Sprecher

Das Transplantationsgesetz des Bundes enthält Öffnungsklauseln für die Länder, die Regelungen für die Transplantationsbeauftragten ermöglichen. Die CDU-Fraktion empfiehlt eine Orientierung an dem entsprechenden Ausführungsgesetz des Freistaats Bayern. Danach sollen Regeln für die Freistellung der Beauftragten, der Zugang zu den Stationen der Krankenhäuser und Weiterbildungsmöglichkeiten festgeschrieben werden. Auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Transplantation und Organspende und Betroffenenverbände haben die Landespolitik aufgefordert, rechtliche Grundlagen für die Freistellung der Beauftragten zu schaffen. „Sie haben eine enorme Verantwortung und sind Ansprechpartner für viele“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher.

Dazu gehört auch, bei Angehörigen den Willen Verstorbener zu ermitteln, wenn er nicht dokumentiert ist. Dem Altenburger Abgeordneten ist „die personelle Integrität und Würde der Organspender wichtig. Die Transplantationsbeauftragten sind Vertrauenspersonen für alle Beteiligten. Im besten Fall gelingt es, verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen“, sagte Zippel.

Dr. Karl-Eckhard Hahn
Pressesprecher

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