Malsch: „Landtag hat den Weg für mehr Holzbau frei gemacht“

Erfurt – „Trotz der Vakanz im Infrastrukturministerium, das nach wie vor nur kommissarisch geführt wird, muss die Bauordnung schnellstens novelliert werden.“ Das fordert Marcus Malsch, Sprecher für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten der CDU-Fraktion im Thüringer Landtag. Der Landtag hatte in dieser Woche einstimmig einem Vorstoß der CDU-Fraktion zugestimmt, der den Holzbau in Thüringen stärken soll. „Holz steht wie kein anderer Baustoff für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen.“ So müsse in der Bauordnung jetzt etwa der Baustoff Holz mit konventionellen Baustoffen endlich gleichgestellt werden.

„Wir wollen das Bauen mit Holz vorantreiben und damit Arbeitsplätze im ländlichen Raum schaffen. Das ebnet Innovationen im Thüringer Holzbau den Weg und leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz“, so Malsch weiter. Es sei wichtig die gesamte Bauwirtschaft in die Debatte mit einzubeziehen. Dazu gehören etwa die Fachhochschule Erfurt, der Landesbeirat Wald und Holz Thüringen e.V., Architekten und Bauträger.“ Laut des CDU-Abgeordneten hängt an diesem Baustoff nicht nur eine wichtige Wertschöpfungskette, sondern auch viel Thüringer Selbstverständnis. 

Malsch fordert von der Landesregierung zudem, den Einsatz klimafreundlicher Baustoffe konsequent und zügig voranzutreiben: „Es stünde Thüringen als waldreiches Grünes Herz Deutschlands nicht schlecht zu Gesicht, wenn wir so zügig eine der modernsten Landesbauordnungen bekommen würden.“ Der Holzbau biete Antworten auf bezahlbares und klimafreundliches Wohnen. In Österreich und der Schweiz wird dies bereits erfolgreich und vorbildhaft praktiziert – und zwar mit Holz aus Thüringen. 

Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen im Gebäudebereich erheblich zu reduzieren, um bis 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. „Da der Gebäudesektor für 30 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich ist, spielt er für die Erreichung der Klimaschutzziele eine entscheidende Rolle“, so Malsch. Ein erheblicher Anteil dieser CO2-Emissionen entstehe dabei bereits bei der Herstellung der Gebäude und Baustoffe. 

Durch den verstärkten Einsatz von Holz im Bauwesen können laut Malsch nicht nur mehr als zwei Millionen Tonnen CO2 langfristig im Holz gespeichert, sondern auch energieintensive Materialien wie Stahl und Beton ersetzt werden. Damit würden die CO2-Emissionen im Bauwesen jährlich um 30 Millionen Tonnen gesenkt werden. 

Matthias Thüsing
Stellv. Pressesprecher

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